Junge Weine in alten Gemäuern

Weine probieren in lockerer Runde mit Günterslebener Winzern – darum ging es an diesem familiären Sonntagnachmittag im alten Hof von Thomas Schömig am 5. Mai.

Güntersleben hat zwar „nur“ 17 Hektar Rebfläche am Günterslebener Sommerstuhl (zum Vergleich: Thüngersheim hat gut 260 Hektar!), dafür haben wir aber mehrere äußerst rührige Winzer, die jeweils „ihren“ Wein selbst ausbauen. Viele Freunde unserer heimischen Tröpfchen nutzten nun die Gelegenheit, sich wieder einen aktuellen Überblick über die „Handschrift“ der einzelnen Winzer zu verschaffen, mit ihren verschiedenen Sorten. So ganz nebenher konnten sie in lockerer Runde mit jedem Winzer auch fachsimpeln. Weil nicht nur Wein sein muss, gab es für alle auch liebevoll hausgebackene Kuchen oder wahlweise deftiges Gebäck, am liebsten Flammkuchen.

Manche Weine aus dem gar nicht so einfachen Jahr 2018 kamen übrigens noch gar nicht zum Ausschank – manche davon brauchten einfach noch etwas Zeit im Ausbau, und die Winzer geben ihnen diese Zeit auch. So können wir alle, Winzer und Genießer, gespannt sein auf die Weinbergswanderung 2019 am 16. Juni (inmitten der Pfingstferien), wenn auch diese Sorten zum Ausschank kommen. Natürlich wieder im Günterslebener Sommerstuhl mit seiner besonders vielfältigen Natur, mit Mittagstisch, Kaffee und Kuchen und Brotzeit.

Marianne Scheu-Helgert für den Weinbauverein Güntersleben

Foto: Gerhard Helgert

Im Weinparadies

Ob der Wein hier auch so gut schmeckt wie in Gü? (Foto: Helgert)

Herbert Struch brachte es in seiner Begrüßung nach dem Start im Bus Richtung Bullenheim im Weinparadies auf den Punkt: „Bisher dachte ich, das Weinparadies ist bei uns im Günterslebener Sommerstuhl.“

Denn das kennen wir ja alle: Mitglieder und Helfer der Weinbauvereins Güntersleben verwöhnen ihre Gäste, ob beim Liederabend im Wengert, bei der Weinbergswanderung oder beim Wein probieren in den alten Gemäuern des Schömigshofes in der Thüngersheimer Straße. Es ja wirklich paradiesisch: Die Winzer kredenzen immer wieder ausgesuchte Häppchen und zu allem den richtigen, liebevoll an- und ausgebauten Wein, Secco oder auch mal einen Sommer-Cocktail. Als kleines Dankeschön für alle Helfer, die ja viele Angebote des Weinbauvereins erst möglich machen, gab es diesmal im Weingut Dürr in Bullenheim volles Verwöhnprogramm. Nach Kaffee mit Torte ging es bequem mit dem Bus durch die Weinlage, Familie Dürr unterhielt alle mit fachkundigen und launigen Worten und natürlich mit kleinen Kostproben. Die meisten gingen dann zu Fuß zurück, um dann nach dieser kleinen Bewegung eifrig zu prüfen, welcher der zahlreichen Dürr-Weine am besten zum feinen Abendessen passt.

Marianne Scheu-Helgert

Was man schon immer bei der Orchideenpflege falsch gemacht hat – nach diesem Vortrag passiert es nie wieder! (Foto: Helgert)

Verdursten soll keiner im Paradies (Foto: Helgert)

Ein Sommernachtstraum mit Werner´s Echten und Mondfinsternis

Es war ein furioser Abschied im letzten Jahr: Werner´s Echte gaben noch einmal alles an  ihrem letzten Liederabend für den Weinbauverein. Aber unverhofft kommt oft – plötzlich konnte ein neues Talent geworben und so die erfolgreiche Tradition weiter geführt werden. Bertram Odoi war zwar zunächst der Meinung das Ganze sei nur inszeniert worden, um ihn als Moderator loszuwerden, aber im Laufe des Abends verlor sich dieser Eindruck immer mehr und die alten Bande wurden wieder hergestellt.

Selten waren die Temperaturen bis tief in die Nacht so angenehm wie an diesem Abend. Der Wein und die Gesangskünste von Werner´s Echten heizten zusätzlich die Stimmung an. Das wirkte sich auf die Spendenbereitschaft des Publikums aus – über 800 € kamen für die Unterstützung von Pater Masolos Projekten zusammen. Der Weinbauverein wird diesen Betrag noch aufstocken um den Gewinn, der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt.

Ach ja – Mondfinsternis mit Begleitung des Planeten Mars war auch noch. Aber die erschien fast unspektakulärer als die Inszenierungen in der Maternushütte.

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Alle Bilder von Gerhard Helgert

 

Botanik, Brotzeit, Bocksbeutel und Bablig Wjuing

Das alles und noch viel mehr gab es heuer zur Weinbergswanderung des Günterslebener Weinbauvereins. Rundum umsorgt von den Winzerfamilien und ihren Helfern genossen Wein-, Natur- und Fußballfreunde eine erlebnisreiche Weinbergswanderung im Günterslebener Sommerstuhl. Weiterlesen „Botanik, Brotzeit, Bocksbeutel und Bablig Wjuing“

Das Geheimnis ist gelüftet…

Die neue Günterslebener Weinprinzessin heißt Katharina Kunzemann. Am 24. März um kurz nach 17:00 Uhr war es soweit: die 6. Günterslebener Weinprinzessin Verena Kuhn lüftete das gut gehütetet Geheimnis um die neue Weinprinzessin. Aus dem inneren Kreis der eingeweihten war nichts nach außen gedrungen und somit die Überraschung perfekt. Weiterlesen „Das Geheimnis ist gelüftet…“

Zwischenbilanz – Fassweinprobe der Günterslebener Weine

Jeder, der sich im Weinbau auskennt weiß: ob es ein guter oder schlechter Jahrgang wird, entscheidet sich im Weinberg. Daher hegen und pflegen die Winzer ihre Trauben, so dass die Ausgangsqualität stimmt. Doch auch die Arbeit im Keller hat ihre Tücken. Damit aus den guten Trauben kein schlechter Wein wird, muss der Winzer einiges beachten. Doch Hilfe ist in unmittelbarer Nähe – die LWG in Veitshöchheim unterstützt die Winzer bei Fragen rund um den Weinausbau.

Am letzten Montag konnten die Günterslebener Winzer Martin Müller, Technischer Betriebsleiter des Lehr- und Versuchskellers am Institut für Weinbau und Oenologie der LWG, für eine Fassweinprobe gewinnen. Dabei werden die durchgegorenen Weine Rebsorte für Rebsorte verkostet und bewertet. Gar nict so einfach, denn so ein Jungwein schmeckt noch ganz anders als das fertige Produkt. Es erfordert daher einies an Erfahrung, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Fachmann Martin Müller, der im Versuchsbetrieb der LWG den Ausbau von ca. 160 – 180 Versuchsweine betreut, gibt Tipps für die weitere Verarbeitung, um das Ergebnis zu optimieren. Nicht nur die jungen Winzer nehmen dieses Angebot gerne wahr. Auch die „alten Hasen“ erweitern so ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz.

Ein herzlicher Dank geht an Michael Kilian, der wie jedes Jahr seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, und natürlich an Martin Müller für seine Zeit und die wertvollen fachlichen Ratschläge. So wird auch der 2017er Günterslebener Wein sicher wieder ein Genuss!