Goldener Oktober

Goldener Oktober

Schon lange sind die Trauben gelesen – die früheste Weinlese seit man denken kann. Ein besonderer Jahrgang wurde gelesen, der sich mit einem Feuerwerk der Farben verabschiedet. Nun dürfen die Winzer gespannt sein, wie sich das flüssige Gold im Keller entwickelt. In der Zwischenzeit zeigt sich der Oktober von seiner besten Seite. Die Farbenpracht im Weinberg ist vor allem kurz vor Sonnenuntergang besonders schön. Und die Temperaturen lassen es auch dann noch zu, ein letztes Glas an der Maternushütte zu genießen…

Mit der Weinprinzessin zur Weinlese

Zusammen mit unserer Weinprinzessin Katharina und zahlreichen Unterstützern des Weinbauvereins haben die etwa 40 Schüler der 4. Klassen der Ignatius-Gropp-Grundschule ihre diesjährige Ernte aus dem Schülerweinberg an der Maternushütte eingefahren. Unter Anleitung von Karin und Hermann Stieber, die auch den weiteren Ausbau des Weines übernehmen, waren die gesunden Trauben in Rekordzeit gelesen. Die Träubel wurden im Anschluss in der Kelterhalle sofort gepresst, zusammen mit einer zünftigen Brotzeit natürlich auch verkostet und für gut befunden.

In diesem Schülerprojekt, das der Weinbauverein seit 2007 betreut, wird den Schülern über das gesamte Jahr in mehreren Veranstaltungen die Arbeit der Winzer vom Schnitt über die Laubarbeit bis hin zur Ernte näher gebracht. Für die Verantwortlichen des Weinbauvereins ist dieses Projekt natürlich mit einem zusätzlichen Aufwand gegenüber der gewöhnlichen Bewirtschaftung verbunden. An dieser Stelle sei für das eingebrachte Engagement gedankt. Wer die Begeisterung und den Eifer der Schüler bei dieser Aktion erlebt, wird allerdings dann für die Mühen mehr als entschädigt.

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Ein Sommernachtstraum mit Werner´s Echten und Mondfinsternis

Es war ein furioser Abschied im letzten Jahr: Werner´s Echte gaben noch einmal alles an  ihrem letzten Liederabend für den Weinbauverein. Aber unverhofft kommt oft – plötzlich konnte ein neues Talent geworben und so die erfolgreiche Tradition weiter geführt werden. Bertram Odoi war zwar zunächst der Meinung das Ganze sei nur inszeniert worden, um ihn als Moderator loszuwerden, aber im Laufe des Abends verlor sich dieser Eindruck immer mehr und die alten Bande wurden wieder hergestellt.

Selten waren die Temperaturen bis tief in die Nacht so angenehm wie an diesem Abend. Der Wein und die Gesangskünste von Werner´s Echten heizten zusätzlich die Stimmung an. Das wirkte sich auf die Spendenbereitschaft des Publikums aus – über 800 € kamen für die Unterstützung von Pater Masolos Projekten zusammen. Der Weinbauverein wird diesen Betrag noch aufstocken um den Gewinn, der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt.

Ach ja – Mondfinsternis mit Begleitung des Planeten Mars war auch noch. Aber die erschien fast unspektakulärer als die Inszenierungen in der Maternushütte.

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Alle Bilder von Gerhard Helgert

 

Botanik, Brotzeit, Bocksbeutel und Bablig Wjuing

Das alles und noch viel mehr gab es heuer zur Weinbergswanderung des Günterslebener Weinbauvereins. Rundum umsorgt von den Winzerfamilien und ihren Helfern genossen Wein-, Natur- und Fußballfreunde eine erlebnisreiche Weinbergswanderung im Günterslebener Sommerstuhl. Weiterlesen „Botanik, Brotzeit, Bocksbeutel und Bablig Wjuing“

Sanfter Rebschnitt – gut für Winzer und Reben

Weinbauberater Artur Baumann zeigt den sanften Rebschnitt – noch bei Schnee.
Weinbauberater Artur Baumann zeigt den sanften Rebschnitt – noch bei Schnee. Foto: Gerhard Helgert

Schon wieder ganz was Neues? Nein, es geht nur um eine kleine Korrektur der gewohnten Praxis. Wer die Hand zur Faust ballt und dann Daumen und Kleinen Finger seitlich abspreizt, deutet an: Der Rebstock soll sich stets in zwei Richtungen entfalten. Das ist auch für die maschinelle Bearbeitung nur von Vorteil. Und im Kopf des Rebstockes soll sich der Saftstrom von der Wurzel zu den Reben möglichst ungestört und in breiter Front auf Dauer erhalten.

Etliche Günterslebener Winzer haben bereits an Kursen des Weinbauringes teilgenommen. Wer es versäumt hat, hat heute im Internet eine bequeme Möglichkeit zum Prüfen der  erleichterten Schnittweise. Auch für alle Weingenießer ist es mal interessant, die Bemühungen der Winzer um eine möglichst schonende Schnitttechnik zusehen.

Grundlegendes enthält der Vortrag „Schneiden statt schnippeln“ auf der Seite der LWG.

In den über die unten angefügten links erreichbaren Videos sieht man unseren Weinbauberater Artur Baumann, der im Sommer auch regelmäßig in den Günterslebener Sommerstuhl kommt, wie er beispielhaft eine Jungrebe, einen zwei-, drei- und zehnjährigen Stock schneidet.

Wie gut die neuen Weine aus dem Günterslebener Sommerstuhl schmecken, wie aufregend die Amtszeit der amtierenden Weinprinzessin Verena Kuhn war und insbesondere wer die neue 7. Günterslebener Weinprinzessin ist, erfährt jeder im Rahmen der Krönungsfeier für Günterslebens 7. Weinprinzessin am 24. März. Karten für den Festabend (mit drei-Gänge-Menü von Schmackofatz-Catering) gibt es bei 1. Vorsitzendem Herbert Struch (Tel. 3223).

Marianne Scheu-Helgert

Rebschnitt: Jungfeld (1. Jahr, starker Stock)

Rebschnitt: Aufbau „Sanfter Schnitt“ (2. Jahr)

Rebschnitt: Aufbau „Sanfter Schnitt“ (3. Jahr)

Ausbrechen und Triebkorrektur: „Sanfter Schnitt“, 10 J. alter Stock, W.burgunder

Wo die Mandelbäume blühen

Foto: Gerhard Helgert

An allen trockenen Tagen findet man die Winzer im Wengert – der Schnitt ist im Gang, manche sind schon fertig. Alle Weinfreunde sollten jetzt öfter im Sommerstuhl wandern, im vorigen Jahr blühten die beiden Mandelbäumchen am Bildstock bereits Ende Februar.

Mehr gefordert sind die Winzer im Keller: Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Abfüllen? Wichtige Anhaltspunkte lieferte die vereinsinterne Jungweinprobe, bei der im Dezember noch „unfertige“ Weine verkostet wurden. Ganz nebenbei blieb Zeit zum Fachsimpeln: Welche Pumpe ist am schonendsten für den Wein, wie kann ich die Aromen aus den Trauben und die prickelnde Kohlensäure aus der Vergärung am besten erhalten? Jeder will im Interesse der Weinliebhaber noch etwas mehr an Qualität und somit Genuss erzielen.

Zum Neujahrstreffen der Gemeinde schenkte der Weinbauverein noch überwiegend Weine aus dem Lesejahr 2016 aus – vor allem die Silvaner und die Domina 2017 müssen noch möglichst lange reifen und im Fass ruhen. Beste Gelegenheit zur Verkostung einiger der besonders guten Tröpfchen gibt es zur Krönungsfeier der nächsten Günterslebener Weinprinzessin am 24. März 2018 in der Festhalle.

Winterzauber am Sommerstuhl

Traube mit Frostnadeln (Claudia Schönmüller)

Nach den Regentagen hat der Frost eingesetzt. Die hohe Luftfeuchtigkeit sorgt für leichte Nebel, die sich hier in Güntersleben tagsüber für einige Stunden heben und die Sonne durchlassen. Im Maintal bleibt es meist den ganzen Tag über grau. Auch wenn uns der Nebel die Stimmung eintrübt – zusammen mit dem Frost zaubert er filigrane Muster auf Blätter, Blüten und Früchte. Wer ganz nah herangeht kann die einzelnen Eisnadeln erkennen, die sich überall anlagern. Wenn dann noch die Sonne herauskommt ist die beste Zeit für eine Spaziergang in den Weinbergen – danach heißt es Einkehr auf dem Kirchplatz in Güntersleben, wo an diesem ersten Adventswochenende der Adventsmarkt stattfindet – selbstverständlich mit Winzerglühwein und Feuerzangenbowle.

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Bevor die Blätter fallen…

…ist ein letzter Spaziergang durch den Farbenrausch der Weinberge ein ganz besonderes  Erlebnis. Gerade am Günterslebener Sommerstuhl sieht man jetzt die kleinen schmalen Parzellen aufgrund der Herbstfärbung besonders gut. Die milde Herbstsonne lässt die Farben erstrahlen, ein letzter großer Auftritt der Natur….

Für die Winzer ist nun nach einem langen arbeitsreichen Sommer Ruhe eingkehrt. Der Wein reift im Keller und jeder ist gespannt auf den Jahrgang 2017. Den Jahrgang 2016 kann man sich aktuell noch in der Heckenwirtschaft Wolf schmecken lassen. Vom 20. Oktober bis 5. November lädt sie nach einem herbstlichen Spaziergang oder zu einem gemütlichen Beisammensein in geselliger Runde zur Einkehr ein.

Weinlese in Güntersleben

In Güntersleben ist die Lese traditionell noch Familiensache. Groß und Klein, Verwandte und Freunde unterstützen die inzer dabei die kostbaren Ernte einzubringen. Alle helfen zusammen wie bei Familie Ziegler, die am 30. September ihren Silvaner gelesen hat. Am Ende des Tages ist die Arbeit geschafft und Zufriedenheit spiegelt sich auf den Gesichtern der Lesehelfer!

Mit der Silvanerlese ging in der letzten Woche bei vielen Weinbaubetrieben die Anbausaison in Franken zu Ende. Deutlich früher als gewöhnlich reiften in diesem Jahr die Trauben ab. Das feuchte Wetter war dafür verantwortlich, dass die Gefahr von Ernteverlusten durch Fäulnis drohte, so dass viele Winzer entschieden, die Trauben nicht länger im Weinberg zu belassen.

Jedes Jahr prägt mit seiner Witterung den Wein – wir dürfen gespannt sein auf den Jahrgang 2017!

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